[BLOGTOUR FLAMMENSTREIT ] Buchvorstellung und Interview



Herzlich willkommen zum ersten Tag der "Flammenstreit" Blogtour!

Ich freue mich riesig darüber, dass ich diese Blogtour organisieren durfte, denn Flammenstreit liegt mir besonders am Herzen.
Warum - das erfahrt ihr gleich :D Heute stelle ich euch das Buch und die Autorin Samoa Rider vor und morgen erfahrt ihr
bei Nadines Bücherwelt - Everyones a Book alles rund um die Magie im Land Karhuna.







Autor:    
Samoa Rider
Titel:Flammenstreit
Format:Taschenbuch
Seiten:294
Genre:Jugendbuch 
VerlagBerger & Söhne, Ferdinand
Größe:10,9 x 2 x 16,9 cm
ISBN:978-3850284950
Preis: 10,50 €

Eine fremde Welt, der unseren nicht ganz unähnlich: Es geschehen merkwürdige Dinge. Eigentlich wollen die Bewohner Karhunas einen mächtigen Gott beschwören. Doch stattdessen erhalten sie zwei junge, überraschte Frauen als Antwort auf ihre Gebete. Für Ginger und Tess, zwei durchaus ungewöhnliche Mädchen, beginnt ein neues und aufregendes Leben in der mystischen Welt der Hüter. Sie begleiten die freundlichen, menschenartigen Wesen in die Stadt Karassa und nutzen die Chance, um ihr altes, bitteres Leben endgültig hinter sich zu lassen. Alles scheint perfekt zu sein, die idyllische Stadt bietet ihnen ein Heim und die Möglichkeit, wahre Magie zu lernen. In der Familie der kindlichen Seherin Haischa werden sie liebevoll aufgenommen und fassen wieder Mut. Nur die regelmäßigen Angriffe eines wütenden Drachen trüben das Glück. Als schließlich mysteriöse Dinge in der Stadt geschehen und Ginger das Drachengelege unweit der Stadt entdeckt, werfen die Geschehnisse tiefe moralische Fragen auf. Hin und her gerissen zwischen Dankbarkeit und Wut müssen sie sich entscheiden, ob sie dem Land und ihren neuen Freunden in einem drohenden Krieg beistehen werden, denn nur ihre ungewöhnliche Verbindung zu einander kann das unnötige Blutvergießen verhindern. Sollten sie sich entschließen zu helfen, wird es eine gefährliche Gratwanderung für Ginger, die sich immer mehr den magischen Künsten hingibt und nicht merkt, wie nahe sie schon am Abgrund steht.









Die Zwillinge Ginger und Tess sind zwei ganz normale Mädchen, die durch einen schrecklichen Unfall ihre Eltern verloren haben. Als der Druck des Alltags zu hoch wird, packen sie einfach ihre Sachen und genießen ein paar Tage Ruhe in der Natur. Doch was sie nicht ahnen: Eine andere Welt schaut auf die ihre in der Hoffnung, Hilfe zu finden. Durch eine Beschwörung landen Tess und Ginger schließlich vor den Füßen der verzweifelten Karhuanaer, die auf ihre große Rettung warten und nun auf zwei harmlose, junge Mädchen blicken. Gebannt von dem fremden Land und seinen magischen Reizen, beschließen die Zwillinge zu bleiben. In Ihrer Welt gibt es nichts, wofür sich eine Umkehr lohnen würde. Schon bald scheint es so, als hätten Ginger und Tess das große Los gezogen. Eine Familie nimmt sie auf, sie finden Arbeit und erfreuen sich an dem wunderschönen Land, in dem alles perfekt ist und nichts unmöglich scheint. Wundersame Wesen, unberührte Natur und Magie überraschen die Mädchen immer wieder aufs Neue. Bis irgendwann der Tag kommt, an dem Ginger hinter die Fassade der Gesellschaft blicken kann. Was sie dort sieht, erschreckt sie zutiefst. Denn der Preis für dieses idyllische Leben ist hoch. Höher, als sie jemals bereit wäre zu zahlen.

Die Autorin Samoa Rider hat es geschafft, in ihrem Buch eine fantastische Welt zu erschaffen. Karhuna ist einfach nur wunderschön, fast schon märchenhaft und überrascht mit vielen fantasievollen Ideen. In "Flammenstreit" stößt man auf viele Fantasy Elemente, die sich abseits des Mainstream um Elfen, Zwerge und Feen bewegen. Um ehrlich zu sein, hätte ich dieses wundersame Land noch viel länger entdecken können. Der Schreibstil von Samoa Rider ist flüssig und leicht zu lesen. Ihr besonderes Talent liegt in ihrem bildgewaltigen Sprachstil. Beim Lesen entstehen direkt Bilder im Kopf und man wird regelrecht gefangen in dieser neuartigen Welt. Karhuna ist für mich das Paradies. Naturnah, friedlich, idyllisch und magisch. Umso schlimmer trifft es den Leser, wenn er einen Blick auf das erhascht, was hinter dieser friedvollen Fassade liegt. "Flammenstreit" zeigt dem Leser nicht nur, was es ist, wonach wir alle streben, sondern auch, warum es nie funktionieren wird. Denn das Paradies gibt es weder in dieser Welt, noch in Karhuna. Die Gründe für das Scheitern liegen in der Gesellschaft selbst. Das Buch wirft viele Fragen hinsichtlich Gesellschaftspolitik und Moral auf. Der Leser zieht wie von selbst Verbindungen zu unserer Welt. Auch die Protagonistinnen konnten mich begeistern. Die tiefe emotionale Verbindung zwischen Ginger und Tess ist sehr faszinierend und ich finde es erfrischend, zwei junge Mädchen ohne Heldencharakter in der Hauptrolle zu erleben. "Flammenstreit" bewegt sich in jedem Punkt abseits der Fantasy Normen. Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Es ist einfach etwas völlig Neues. Tiefsinnig, spannend und fantasiereich - für mich eine klare Leseempfehlung!



"Lasst euch entführen in das magische Land Karhuna - Tiefgründig, bildgewaltig und abseits aller Normen! Und genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Es ist einfach etwas völlig Neues - für mich eine klare Leseempfehlung!" (Meine Meinung)

"Fantasyfans sollten dieses zauberhafte Buch unbedingt selbst entdecken und sich in eine Welt voller Magie, Drachen, Liebe und Freundschaft entführen lassen." (Doreen von der Kunterbunten Bücherkiste)

„Flammenstreit“ ist ein sehr zu empfehlender Fantasy Roman, der von der ersten bis zu der letzten Seite spannend ist und den Leser fesselt." (Meine Gastrezensentin Alina)

"Es ist ein kleiner Schatz, der hoffentlich bald einem viel größeren Publikum bekannt wird. Deswegen: greifen Sie zu, helfen Sie nebenbei, was ich ebenfalls sehr positiv und schön finde, den Elefanten von Sri Lanka und entdecken Sie eine Art, phantastische Geschichten zu erzählen, die sie bislang mit Sicherheit noch nicht kannten!" (Julina Ravina / Amazon)







Mein Name ist Samoa Rider, ich bin Studentin aus dem schönen Bayern, gefangen in den Naturwissenschaften, und auf der Suche nach geistigem und fantasievollem Ausgleich.. Ich bin 29 Jahre alt, und lebe mit meiner Mutter und meinem Bruder, meinen beiden chaotischen Katzen, einem kindsköpfigen Hund, einem Pferd und zwei Ponys auf einem schönen Bauernhof inmitten von idyllischen Wiesen und Wäldern. Nach einem Master-Abschluss in Naturschutz und Biodiversitätsmanagement hat sich mein Arbeitsschwerpunkt mittlerweile auf den praktischen medizinischen Bereich verlagert. Ingsgesamt ist das eine Mischung, mit der ich sehr gut arbeiten kann und die mich sehr erfüllt.

Denn neben meinen Reisen zu verschiedensten Projekten arbeite ich zuhause in einer kleinen Tierarztpraxis. Durch die sehr positive Zusammenarbeit mit meinem Chef habe ich viele Erfahrungen im medizinischen Bereich gesammelt und konnte bereits mit Tierärzten in Bolivien und Mauretanien zusammenarbeiten und mich praktisch weiterbilden.

Im Rahmen dieser Reisen habe ich jedes Mal eine große Menge an Sachspenden mitgenommen. Medizinische Geräte, Verbandsmaterial, Medikamente, praktische Dinge, die es vor Ort nicht gibt etc... Dabei werde ich von meiner Familie, meinem Chef, den Kollegen und lieben Freunden unterstützt, denn die Reisen bezahle ich bisher immer aus eigener Tasche...
Nachdem ich 2 Jahre in Mauretanien gelebt habe (ich habe mich einfach in Land, Leute und die Tiere verliebt), mich dort dem Kampf gegen die Tollwut verschrieben habe und mich gleichzeitig um Straßentiere in Not gekümmert habe, hab ich mich nun entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen, nicht mehr die ewige Assistentin oder der Handlanger zu sein: Ich werde endlich das, was ich im Herzen schon immer war: Tierärztin (Version 2.0 - diesmal mit Diplom)... Bilder von meiner Arbeit vor Ort findet ihr auf meiner Facebook-Seite, auf der die Bilder besser geordnet sind.

Ich bin nun an der Uni eingeschrieben und habe einige harte Jahre vor mir. Vielleicht schaffe ich es während des zweiten Studiums auch endlich dir Fortsetzung von Flammenstreit zu schreiben. Rashket's Fluch ist in meinem Kopf bereits gut entwickelt, ich brauch jetzt nur noch die nötige Ruhe... Und vermutlich gibt es Flammenstreit bald als Kindle-Version, vielleicht sogar auf English :) 

 

 

Seit wann schreibst du?

Zielgerichtet schreibe ich seit etwa 2009, damals hat mein erstes Buch „Flammenstreit“ angefangen, Gestalt anzunehmen. Aber ich habe immer viel geschrieben: Kurzgeschichten, Gedichte, Gedankensammlungen etc. Zuhause natürlich immer mit größerem Elan als in der Schule. Besonders für Menschen, die mir etwas bedeuten, bin ich immer kreativ geworden – Geburtstagsgedichte oder Liebesgedichte. Ich habe auch immer viel gelesen und mich inspirieren lassen.


Gibt es unveröffentlichte Erstversuche?

Nicht direkt. Das erste Buch wollte richtig auf Papier gebannt werden und wurde es auch direkt. Die Fortsetzungen nehmen langsam Gestalt an, müssen sich aber noch zurückhalten, weil im Moment die Uni meine ganze Aufmerksamkeit erfordert. Das erste Buch habe ich in einem 5 Monate anhaltenden Rausch geschrieben, so einen kann ich mir im Moment nicht erlauben. Aber sie lugen bereits um meine mentalen Ecken und zupfen an meiner Fantasie. Die Kurzgeschichten, die ich ganz bewusst als solche geschrieben habe, sind auch in 2 Anthologien mit veröffentlicht („Die andere Geschichte 1 & 2“). 

Welche Autoren haben dich besonders inspiriert?

Im persönlichen Leben steht da ganz vorne Jostein Gaarder mit seinen frühen Werken „Maya“ und „Das Kartengeheimnis“. Dann gibt es einen der immer auf meinen Reisen dabei ist: Terry Pratchett mit all seinen Büchern, der mich auch stilistisch und humoristisch geprägt hat. Erich von Däniken, Neil Donald Walsh und Eckhart Tolle sind großartige und inspirierende Autoren, ebenso wie James Redfield, Alice Sebold und Jodie Picoult. In vielen Lebensbereichen und auf meinen Reisen hat mich Rüdiger Nehberg irgendwie begleitet. Henning Mankell fällt auch unter meine Lieblinge. Es fällt mir eigentlich schwer, diese Frage kurz zu beantworten, weil ich aus so vielen verschiedenen Stilrichtungen tolle Bücher gelesen habe und ganz individuell in verschiedenen Bereichen inspiriert wurde.


Hast du ein Lieblingsbuch?

Nein, ich habe zwei. „Maya, oder das Wunder des Lebens“ und „Das Kartengeheimnis“ von Jostein Gaarder. Die Bücher vereinen so vieles, was in meinem Leben wichtig ist. Wissenschaft, Liebe zur Natur, die Frage woher wir kommen und wohin wir gehen, spirituelle Fragen über unser Dasein und diese Welt und die ewige Frage: „Wer und was bin ich?“.


Mit „Flammenstreit“ hast du ein spannendes High Fantasy Debut erschaffen. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Ich habe den Anfang des Buches, also den Übertritt in die fremde Welt, mit 16 Jahren geträumt. Es war ein unglaublich lebhafter, detailreicher Traum und ich habe damals bereits angefangen, ihn aufzuschreiben. Daraus ist jedoch erst mal nichts geworden, weil es nach diesen ersten Kapiteln einfach noch nicht weiter ging und weder die Geschichte noch ich reif dafür waren.
In meinem Masterstudium hatte ich dann etwas mehr Zeit und Ruhe und plötzlich habe ich mich an alles erinnert und die Geschichte hat von selbst angefangen Gestalt anzunehmen und sich endlich weiter entwickelt… Erst habe ich aus einer Laune heraus ein wenig angefangen zu schreiben. Und als ich erkannt habe, dass die Geschichte wirklich lang und umfassend wird, wurde mir klar, dass ein Buch daraus werden könnte. Nachdem einige Leute es gelesen haben und ich sehr positives Feedback bekommen habe, ging es an den Feinschliff und an die Veröffentlichung. Aber eigentlich hatte ich nie wirklich bewusst geplant, ein Buch zu schreiben.



Wie bist du vorgegangen, als du die Welt von Flammenstreit geschaffen hast?

Das war eine unglaublich spannende Erfahrung für mich, weil ich meiner Meinung nach nicht aktiv an diesem Prozess beteiligt war. Die Welt hat sich vor meinem geistigen Auge entfaltet, genauso wie meine Charaktere und die Handlung. Mir war anfangs auch nicht klar, dass es auf einer Insel spielen wird. Das hat einfach plötzlich Sinn gemacht. Ich habe oft geschrieben und geschrieben ohne nachzudenken, musste dann Pause machen und erst mal lesen was überhaupt geschehen ist. Manche Person hat sich völlig gewandelt und ganz anders entwickelt als geplant (Redorin und Haisha), manche haben mich selbst überrascht (Tess) und manche waren Nebenfiguren, werden aber in der Fortsetzung eine größere Rolle haben als geplant (Rashket). Ich wusste selbst bis zur letzten Seite nicht, wie das Buch ausgeht… Bei den Schlusskapiteln war ich nervös wie eine verliebte 14 Jährige, schweißgebadet und nicht vom PC weg zu bekommen, weil ich es so aufregend fand, mitten drin zu sein und selbst nicht zu wissen, was gleich geschehen wird und wie es schlussendlich ausgeht!


Gibt es reale Orte, die dich inspiriert haben?

Nicht ganz bewusst, aber ich bin sehr viel gereist, habe viele Menschen kennengelernt, viele Filme gesehen und so einfach viele verschiedene Eindrücke irgendwo in meinem Kopf gespeichert. Manchmal fällt mir jetzt noch in Filmen, in Büchern und an manchen Orten auf, dass ich unterbewusst gewisse Bilder und Szenen als Inspiration genommen habe.


Wie bist du bei der Entwicklung der Geschichte vorgegangen, Storyboard, etc.?

Wie bereits in Frage 6 angedeutet, gab es keinerlei Planung oder Leitfaden. Mittendrin habe ich mir der Übersichtlichkeit halber ein paar Stichpunkte auf ein Din-A-4 Blatt gekritzelt, aber nur damit die parallelen Seitenstränge zeitlich logisch werden/bleiben. Sonst ist alles einfach vor meinem geistigen Auge passiert und ich durfte es niederschreiben. Ich habe mich mehr wie ein Werkzeug gefühlt, als wie ein Künstler.


Welche Bedeutung hat das Cover deines Buches für dich?

Eine sehr persönliche… Den wunderbaren Drachen hat mein damaliger Freund für mich entworfen, der gerne gezeichnet hat. Er hat mich auch zu der Figur „Karim“ inspiriert und mich während der ganzen Zeit unterstützt und begleitet. Der See, an dem die Aufnahme gemacht wurde (von meinem fleißigen Lieblings-Fotografen Alexander Zellner) ist mein kleiner persönlicher Rückzugsort in meiner Heimat. Ein wunderschöner Ort, an dem ich oft mit meinem Hund stundenlang sitzen, nachdenken, meditieren oder Musik hören kann. Die Freundin, die mit auf dem Bild ist, war für mich wie eine Schwester – jemand für den ich sprichwörtlich durch die Hölle gegangen wäre. Die Freundschaft, der Beschützerinstinkt und die große Nähe der Haupt-Charaktere sind sicher durch sie sehr stark geprägt.


In Flammenstreit gibt es zwei Hauptprotagonistinnen – Ginger und Tess. Wie viel stecken von dir und deiner Freundin in den beiden?

Die Frage musste ich schon öfter beantworten, und ich muss sagen, dass ich mich in beiden irgendwie wieder finde. Wenn ich schizophren wäre, wäre ich wahrscheinlich genau Ginger und Tess. Manchmal kollidieren diese zwei Extreme in mir, aber meistens leben sie friedlich miteinander und ergänzen sich, sodass ich die Stärke und Sturheit von Ginger habe, wenn ich sie brauche, oder das Einfühlungsvermögen und die Ruhe von Tess, wenn es nötig ist. Trotzdem haben sie viele Aspekte, die nicht direkt auf mich zurück zu führen sind… 

Meine Freundin spiegelt sich in der innigen Beziehung und der Liebe der beiden Schwestern zueinander wieder, weniger in den Charakteren selbst.


Welche Bedeutung spielen Drachen in deiner Geschichte?

Sie sind für mich mystische, beeindruckende und weise Wesen. Ich denke nicht, dass je eine meiner Figuren es wagen würde, auf einem Drachen zu reiten – aber das entscheidet sich erst im zweiten Teil. Das Thema Drachen zieht sich auch als ein roter Faden durch meine Gedichte, besonders die romantischen… Und in emotional schwierigen Momenten fühle ich mich immer, als würden große Schwingen mich beschützen und ein Feuer aus meiner Tiefe heraus brennen und mich frei kämpfen. Dann fühlt es sich an, als hätte der Drache in meinem Herzen mich beschützt und stark gemacht, alle Prüfungen des Lebens und der Liebe zu bestehen…


Wenn du die Möglichkeit hättest, nach Karhuna zu reisen, was würdest du dort tun?

Ich würde sofort mit dem Magie Unterricht beim roten Oktran beginnen. Wenn ich daran denke, kribbelt es richtig in meinen Fingern. Ich glaube fest daran, dass man mit Energie und Liebe die Welt verändern kann, und das ist ja auch eine Art Magie. Darum würde ich genau diese Eigenschaft weiter ausbauen und lernen zu heilen und zu helfen. Und ich würde Luresh kennenlernen wollen, live und in Farbe!


Wer durfte dein Buch als erstes lesen?

Meine Mutter und mein damaliger Freund. Ich hab es Ihnen mit den Worten „Schau mal, ich glaube ich schreibe gerade ein Buch“ übergeben…


Du bist sehr engagiert im Tierschutz. Ein Teil deiner Einnahmen fließt in ein Tierschutzprojekt. Außerdem nutzt du einen Teil der Einnahmen, um Straßenhunde und Katzen zu kastrieren. Erzählst du uns mehr dazu?


Nachdem mein Baby Flammenstreit damals im letzten Jahr meines Studiums entstanden ist, und ich in dieser Zeit im Zoo in Wien gearbeitet habe, habe ich mich auch durch eines der Projekte sehr inspirieren lassen. Das ASERC Projekt = Austrian Sri Lankan Elephant Research and Conservation Project. Dieses Projekt des Wiener Zoos gefällt mir, weil es den Konflikt zwischen Mensch und Tier friedlich zu lösen versucht, und die lokale Bevölkerung sehr in das Projekt mit einbezieht, was ich für essentiell für jedes nachhaltige Projekt halte.

Ich selbst bin durch ein wunderbares Esel-Nothilfe Projekt des österreichischen Tierschutzvereines „RespekTiere“ nach Mauretanien gekommen, habe mich dort in das Land, die Tiere und die Menschen verliebt und bin erst mal 2 Jahre dort geblieben. Nachdem die Arbeit für das Eselprojekt wieder ganz in lokalen Händen war (so ist es ideal), habe ich selbst angefangen, mich um die Straßenhunde und Katzen zu kümmern, und eine Anti-Tollwut-Kampagne zu starten. In Mauretanien gibt es unzählige Straßentiere, in oft katastrophalem Gesundheitszustand. Leider ist der einzige Ansatz zur Problembehebung seitens der Regierung die flächendeckende Erschießung aller Tiere.

In Zusammenarbeit mit einem jungen mauretanischen Tierarzt haben wir in öffentlichen Aktionen Hunde geimpft und kastriert, aber erst mal mehr um ein Zeichen zu setzen und die Leute auf das Problem aufmerksam zu machen. Man müsste sehr sehr viel mehr Tiere erwischen und behandeln, um wirklich einen großen Unterschied im ganzen Land zu machen. Das geplante landesweite Projekt in Zusammenarbeit mit den Ministerien und Tierärzten liegt derzeit auf Eis, weil ich nochmal an die Uni gegangen bin um selbst mein Tiermedizin-Diplom zu erhalten. Die Ausbildung vor Ort ist leider sehr sehr schlecht, und das Projekt hat nur wirkliche Chancen, wenn ich mein eigener Chef sein kann und selbst ganz genau weiß, was ich tue. Nur wenn ich selbst wirklich gut bin, in dem was ich tue, kann ich auch andere ausbilden und qualitativ hochwertige Leistungen bringen und Know How weitergeben. Ich sehe nur eine Zukunft für das Projekt, wenn es mir gelingt den Tierärzten dauerhaft etwas zu vermitteln, sodass es auch laufen kann wenn ich gerade nicht vor Ort bin. Und das geht eben nur wenn ich jetzt Nägel mit Köpfen mache.

Aber ich habe Freunde vor Ort, die selbst noch Findelkinder aufnehmen und weiter vermitteln. Diese unterstütze ich bei meinen Besuchen vor Ort, dann werden die Tiere medizinisch versorgt, kastriert, geimpft und an das neue Zuhause übergeben. Die ganzen Materialien bezahle ich selbst. Zum Glück habe ich Freunde und Familie, die mich damit immer wieder unterstützen. Ich werde auch durch die Tierarztpraxis Dr. Facharani in Bayrisch Gmain fachlich sehr begleitet. Mein Chef dort ist mein Mentor und sehr guter Freund. Ohne ihn wäre das alles nicht möglich…

Als ich selbst noch in Mauretanien gelebt habe, habe ich ständig junge und alte Hunde aufgenommen, aufgepäppelt, zusammen mit dem Tierarzt kastriert und weitervermittelt. Jetzt geht das eben nur noch, wenn ich auf Besuch bin. Ich nehme auch jedes Mal Material auf meine Reisen mit, das es vor Ort nicht gibt, um meinen Kollegen unten damit zu unterstützen und eben selbst wirklich sauber arbeiten zu können. 

Anfang September fliege ich für eine Woche nach Mauretanien, um auf einem großen, abgeschlossenen Gelände die ganzen Streuner-Katzen zu kastrieren, da sie sonst vermutlich auch ein düsteres Schicksal erwartet. Da dürfen sie dann auch alle bleiben und werden versorgt und sind somit vor den Erschießungsaktionen sicher. Eine meiner eigenen Katzen lebt ebenfalls auf diesem Gelände, und ich bin sehr dankbar, dass sie dort sicher ist. Ich habe mich wahnsinnig über die Einladung dieser Dame vor Ort gefreut und kann es kaum erwarten dieses wunderbare Land und meine vier- und zweibeinigen Freunde wieder zu sehen. Wenn ich in dieser Woche andere Tiere auf der Straße sehe, denen ich helfen kann, mache ich das, soweit es geht. Leider bin ich nur 10 Tage dort… Aber man kann mit wenigen Mitteln und wenig Zeit doch das ein oder andere Leben verändern…



Wo vermittelst du Straßentiere weiter?

Bisher habe ich alle Tiere lokal in Mauretanien untergebracht. Zu vielen neuen Besitzern habe ich sehr positiven Kontakt. Leider gab es auch Rückschläge und bei manchen Tieren weiß ich nicht, wo sie sich jetzt aufhalten oder ob sie noch leben. Aber das kann man leider nicht ändern und ich darf mich davon nicht demotivieren lassen.


Was war dein schönstes Tiererlebnis auf deinen Reisen?

Wir haben einem Straßenhund, der sehr sehr scheu war, ein Bein amputiert. Vermutlich wurde er angefahren, das ganze Bein war sprichwörtlich zerstört. Knochenstücke, Hautfetzen, Eiter, Maden, volles Programm... Das Ganze war total chaotisch, weil der ältere einheimische Tierarzt, der uns eigentlich helfen sollte, plötzlich einfach gegangen ist, als der Hund schon in Narkose war (niemand weiß warum). Weder mein junger Kollege noch ich hatten diese OP je gemacht, wir hatten nun auch keine „Klinik“ (ein leerer Raum mit Tisch und mit viel Glück einem Regal und Waschbecken, so wie alle mauretanischen Tierkliniken) mehr zur Verfügung. Netterweise hat uns ein Schreiner in den Hinterhof seiner Werkstatt gelassen, wo wir eine auf dem Boden liegende Tür als OP-Tisch verwendet haben (Ich hatte noch nie im Leben solche Rückenschmerzen wie nach dieser OP). Wir haben uns entschlossen trotzdem zu operieren, weil der Hund die Infektion in der Wunde vermutlich nicht lange überlebt hätte. 

Ohne den anderen Tierarzt hatten wir weniger Material als wir gebraucht hätten und jemand musste uns zwischendurch sogar neue Saug-Kompressen holen… Wir haben geschwitzt, geflucht und gebetet und waren 2 Stunden lang am Boden kniend beschäftigt, weil wir im Schneckentempo arbeiten mussten… Der Hund hat die Op zum Glück super überstanden, die Wunde ist problemlos geheilt. Ich war jeden zweiten Tag bei ihm, habe ihn von jemandem vor Ort einfangen lassen und ihm Schmerzmittel, Antibiotika und Entzündungshemmer gespritzt. Es war immer dasselbe Spiel: die Person vor Ort hat ihm eine Leine und einen Maulkorb angelegt, ich habe ihn gespritzt und wieder laufen lassen. Er hat sich das immer gefallen lassen, aber eigentlich gab es wenig positive Interaktion zwischen uns und ich habe es immer so kurz wie möglich gehalten, um ihn nicht zu sehr zu stressen…

An meinem letzten Tag in Mauretanien, bevor ich damals wegen meinem Studium zurück geflogen bin, habe ich in einem Geschäft gegenüber eingekauft. Das war zwei Wochen nach der Op. Ich habe den Hund von der anderen Straßenseite her beobachtet, mich gefreut ihn munter zu sehen, und mir gedacht: „Heute lass ich dich in Ruhe, heute gebe ich dir keine Spritze und komme dir nicht nahe“. Ich bin in das Geschäft gegangen, habe alles gekauft und wollte es gerade verlassen, als der Hund, der mittlerweile den Namen Samba trug, vor der Türe saß, um auf mich zu warten. Ich hatte ihn nie ohne Maulkorb angefasst und hatte immer das Gefühl gehabt, dass er es hasst, berührt zu werden. Aber da saß er und sah mich an. Ich bin neben ihm auf die Knie gegangen, weinend vor Freude und Dankbarkeit, und er hat sich an mich geschmiegt und sich kraulen lassen. Sein Rudel kam dann auch noch dazu, erst bellend und zähnefletschend als ich ihn angefasst habe, dann haben auch sie sich streicheln lassen, als sie gemerkt haben, dass er entspannt neben mir ist. Die ganzen Leute haben mich angesehen wie eine Verrückte – dort am Boden sitzend, total verheult und mit 5 Hunden um mich herum - aber das war einer der berührendsten Momente meines Lebens. Das Vertrauen und die Zuneigung dieses Hundes, dem ich eigentlich ständig wehgetan habe, bei jedem meiner Besuche (auch wenn ich sehr vorsichtig spritze, ist das Stress für ein Tier, das es nicht gewohnt ist, angefasst zu werden)… Diesen Moment trage ich immer im Herzen und die Erinnerung gibt mir Kraft, das knallharte Studium durchzustehen…



Wird es weitere Buchprojekte von dir geben?

Die Fortsetzung zu Flammenstreit, „Rashkets Fluch“, nimmt langsam in meinem Kopf Gestalt an. Sobald das Studium etwas entspannter ist, möchte ich es aus den Tiefen meines Denkens und Fühlens heraus lassen. Aber wann ich mir das erlauben kann, weiß ich leider noch nicht genau.


Wo erfahren meine Leser mehr über dich, dein Buch und deine Projekte?

Entweder auf meiner Homepage. Da gibt es auch Kurzgeschichten, Leseproben und Rezensionen und vermutlich bald meine Gedichte, wenn ich mich traue, diese online zu stellen (Mit denen bin ich sehr schüchtern).

Oder auf meiner Facebook-Seite, auf der ich auch alles Mögliche zum Thema Naturschutz und Tierschutz poste.






Natürlich gibt es auch was zu gewinnen




Durch eure Teilnahme an der Blogtour habt ihr die Möglichkeit,
eines von zwei Flammenstreit Taschenbüchern zu gewinnen :-)

Um in den Lostopf zu hüpfen, könnt ihr Lose sammeln.
Auf jedem Blog habt ihr die Möglichkeit ein Los zu sammeln, indem ihr die Tagesfrage beantwortet.
Bitte denkt daran, uns eine E-Mail Adresse zu hinterlassen, damit wir euch im Gewinnfall kontaktieren können!


Für das heutige Los müsst ihr mir folgende Frage in den Kommentaren beantworten:

Die Zwillinge Tess und Ginger haben eine ganz besondere Verbindung zueinander.
Glaubt ihr daran, dass man spüren kann, wenn es einer geliebten Person nicht gut geht?
Oder ist euch das vielleicht selber schon einmal passiert?





Teilnahmebedingungen

    • Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen
    • Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
    • Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
    • Keine Haftung für den Postversand
    • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland
    • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
    • Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb einer Woche melden, ansonsten verfällt der Gewinn!
    • Das Gewinnspiel läuft vom 21.09.2015 bis zum 26.09.2015 um 23:59 Uhr.
    • Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt zeitnah nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs. Die Gewinner werden zusätzlich von mir benachrichtigt, vorausgesetzt ihr habt uns eine E-Mail Adresse hinterlassen :-)

      Wir wünschen euch allen viel Glück!

       

       

      Tourdaten


      Montag 21.09.2015 - Buchvorstellung und Interview mit der Autorin Samoa Rider 
      Hier auf meinem Blog :-)

      Dienstag 22.09.2015 - Die Magie des Landes Karhunas
      Nadine´s Bücherwelt - Everyones a book

      Mittwoch 23.09.2015 - Führung durch das Land Karhunas
      Kunterbunte Bücherkiste

      Donnerstag 24.09.2015 - Drachen und ihre Bedeutung in der Mythologie
      Jennys bunte Bücherkiste

      Freitag 25.09.2015 - Samoa Rider und der Tierschutz - Flammenstreit schützt Tiere in Not
      Jessies Bücherkiste



      Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt zeitnah nach Ende des Gewinnspiels hier auf diesem Blog.
      Die Gewinner werden zusätzlich von mir benachrichtigt, vorausgesetzt ihr habt uns eine E-Mail Adresse hinterlassen :D






      Kommentare:

      1. Huhu,

        also ich denke,dass gerade bei Zwillingen dieses Phänomen besteht und sie spüren können wenn es dem anderen nicht sonderlich gut geht oder er in Gefahr schwebt. Selbst habe ich solch eine Erfahrung noch nicht gehabt.

        Übrigens sehr informativer Beitrag! Dankeschön! ❤

        Liebe Grüße
        Samy von Samys Lesestübchen
        ( alinesamy86@gmail.com )

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      2. Hi also ich glaube das das nicht nur bei Zwillingen möglich ist, sondern auch bei Menschen die einfach eine besondere Verbindung haben.

        Danke für das tolle Interview mit Samoa Rider. Bin schon sehr gespannt darauf wie es die nächsten Tage weiter geht.

        LG Ricarda;-)
        rzoellmann90@mail.com

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      3. Huhuuuuuu,

        vielen Dank für die Buchvorstellung und das klasse Interview mit der
        Autorin. Ich glaube schon, das es so eine Verbindung gibt. Besonders bei Geschwistern.
        Ich hatte einen Freund, und wir haben es immer gespürt, wenn es dem anderen nicht gut ging.
        Ein Telefon hat immer sofort gerappelt. Entweder seins oder meins :D
        Seine Mama sagte immer, wir wären Seelenverwandt, grins. Da wäre ein besonderes Band zwischen uns.
        Seit wir beide verheiratet sind, spüren wir es nicht mehr.
        Entweder weil wir beide mit unseren Partnern sehr glücklich sind, oder weil wir uns so gut wie
        nicht mehr sehen :D

        Lieben Gruß, Yvonne
        yvonne.rauchbach@freenet.de

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      4. Hallo,

        ich glaube schon, dass man spüren kann wenn es einem nahestehenden Menschen nicht gut geht.

        Liebe Grüße
        SaBine
        (kupfer-sabine@t-online.de)

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      5. Hallo und vielen Dank für diesen schönen Beitrag zur Blogtour! Dass Zwillinge eine ganz besondere Beziehung haben und spüren, wie es dem anderen geht, davon habe ich schon - auch direkt von Zwillingen - erfahren. Auch sonst denke ich, dass man bei Personen, die einem besonders nahe stehen, spüren kann, wenn etwas passiert ist. Mir ist es schon passiert, dass ich an jemanden, der mir nahesteht, gedacht habe und schwups meldet sich die Person und hat etwas Wichtiges zu berichten...

        Viele liebe Grüße
        Katja

        kavo0003[at]web.de

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      6. Guten Morgen
        Erst mal ganz herzlichen Dank für den tollen Beitrag
        Ich bin der Meinung das es diese Verbindung zwischen Menschen gibt , bei Zwillingen ist es ja schon öfters vorgekommen und veröffentlicht worden :-)

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