[AUTOREN ERLEBEN] Markus Tillmanns


 

Markus Tillmanns - Über mich


„Sie wissen, warum wir Sie anhalten?“ Das Gesicht hinter der Frage scheint aus einem amerikanischen Polizeiverhör zu stammen. Und es gehört definitiv dem bösen Cop. Ich überlege fieberhaft. Aber es will mir nichts einfallen. Ich bin noch zu abgelenkt. „Verdammt, machen Sie die Scheibe richtig runter!“ Ich drücke den elektrischen Fensteröffner. Surrend verschwindet das Glas vollständig. Der Polizist schneidet mir mit dem Taschenlampenstrahl ins Auge. Dann leuchtet er das Innere des Peugeot aus. „Was zum Teufel ist denn hier passiert?“
Ich bin mir nicht sicher. Die Tasche auf dem Beifahrersitz ist offen. Da war eine Windbö. Meine Sachen haben sich explosionsartig im Wagen verteilt. Ein Blatt meines neuen Manuskriptes hängt am Innenspiegel. „Ich weiß nicht genau“, sage ich unsicher. Ich war vorhin sehr abgelenkt. Und ich bin über irgendeine … Unebenheit gefahren. „Sie wissen, warum wir Sie anhalten!“
Oh Gott, das wird doch nicht …? Vor dem inneren Auge sehe ich einen Film ablaufen, wie ich zwei Waisenkinder im Dunkeln überfahren habe. Nachts auf Landstraßen spielen hier immer Zwillinge. Es ist geradezu unheimlich. „Was zum Teufel ist d a s da?“ Der Mann deutet auf meinen Kopf. Ich fasse mir in die Haare. Sie kleben zusammen. „Ein Kaugummi“, sage ich. Froh, endlich einmal eine Frage beantworten zu können. Der Polizist guckt nicht so, als ob er die Freude teilen würde. Er dreht sich zu seinem Kollegen um. „Wen haben wir denn da gerade noch erwischt?“ Die harten Augen kommen zurück. „Zeigen Sie jetzt die Fahrerlaubnis!“ Ich werfe rasch einen Blick in den Rückspiegel, um das Entsetzliche zu sehen. Aber das Blaulicht überall blendet mich. „Den Führerschein!“ „Ja, ja. Sofort.“ Ich fasse in die Innentasche meiner Jacke. Da ist: nichts. Nein! „Wird´s bald!“
„Ich … Sofort.“ Ich greife in die beiden Seitentaschen. Halstabletten, Öko-Purex-Taschentücher, ein Einkaufszettel von letztem Sommer. Kein Führerschein. Oh, scheiße! „Ich … es tut mir leid. Ich kann die Fahrerlaubnis nicht finden.“ Die unbarmherzige Lampe kommt zurück und sticht mir in die Augen. „Ach, so ist das.“ Der Mann reicht mir etwas herein. Führerschein. Tillmanns, Markus. „Ist Ihnen hinten rausgesegelt. Machen Sie doch wenigstens e i n e Scheibe hoch.“ Ich nicke. Und drücke den elektrischen Fensterheber.
Surrend schließt sich das Glas wieder.

Ist euch schon einmal etwas ähnliches passiert?
Es heißt ja, das Leben schreibe die schönsten Geschichten. Ich tue aber gern auch das Meinige hinzu und schreibe Fantasy-Romane. Im wirklichen Leben bin ich Lehrer, Sohn, Freund, Onkel und Mensch.






Die Bücher zum Interview

 


Die Luzifer Chroniken 1 - Teufel


Luzifer offenbart sich. Und die Welt ist geblendet. Journalist Tabarie berichtet für gewöhnlich über Lokalpolitik und Kleinkriminelle. Doch nun traut er seinen Augen nicht, als der Engel der Finsternis selbst erscheint und mehr und mehr Menschen dem Bösen verfallen. Kann Tabarie den Teufel noch aufhalten? Der Journalist ermittelt in dem verzweifelten Versuch, Satans Plan zu durchschauen. Aber was ist es, dass die Menschen so anfällig für das Böse macht? Warum sind sie so leicht verführbar? 

Ein spannender Fantasy-Thriller, der uns entführt von den Türmen des Kölner Doms bis in die Gewölbe unter dem Vatikan. Für alle, die immer schon sehen wollten, wie die Welt zum Teufel geht ...
  

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Die Luzifer Chroniken 2 - Engel des Todes


Himmel und Hölle - Luzifer ist zurück! Die preisgekrönte Serie um die Ränke Luzifers geht in die nächste Runde. Wer bist du, dass du glaubst, du könntest die Welt verbessern? Ein gefallener Engel wandelt über die Erde. Doch niemand bemerkt es. Nur Tabarie nimmt die Herausforderung an. Er kämpft um die Chance seines Lebens: Seine High-Tech-Stiftung soll die Welt zu einem besseren Ort machen. Tabarie ahnt, dass er es mit dem Teufel selbst aufnehmen muss. Aber was plant Satan? Während der Engel des Todes nach der Macht greift, versinkt um Tabarie herum alles in Intrigen und Chaos. Hochspannung & Grusel von den Wolkenkratzern über Frankfurt bis in die Tempel Attikas. »Wir spielen ein Spiel.« Luzifers himmelblaue Augen streiften durch das Zimmer, ihr Blick jedoch ging in die Ferne. »Ein Spiel, das so groß ist wie die Welt, mit der wir es spielen.«  

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Die Luzifer Chroniken 3 - Die Rache Gottes


Luzifers Plan nimmt mehr und mehr Gestalt an. Eine Reihe fürchterlicher Katastrophen erschüttert die Erde. Und das ist erst der Anfang! Der Tag des Jüngsten Gerichts rückt näher und Tabarie muss sich der Frage stellen: Bin ich so wahnsinnig, mich Gottes Zorn entgegenzustellen? "Die Rache Gottes" ist Teil III der Luzifer-Chroniken  

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Interviev mit Markus Tillmanns


♥♥♥ Lieber Markus, an dieser Stelle erst einmal vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, alle meine Fragen so ausführlich zu beantworten ♥♥♥






Hallo Markus, erzählst du uns ein wenig von dir?

Geht klar. Ich heiße Markus Tillmanns und verbringe meine Zeit, indem ich kleine Menschen auf dem Weg zu großen Menschen begleite. Ansonsten jage ich Ideen mit Harpune und Speer und schreibe daraus Fantasy + X ­Romane wie die Luzifer­ Chroniken oder Basaltblitz. Außerdem interessiere ich mich für alles, was mit Fantasy zu tun hat: Magie & Zauberei, Superhelden und ­schurken und so weiter. Mit diesen bunten Zutaten fülle ich meinen Fantasy­Blog www.markustillmanns.de.





Wann hast du angefangen zu schreiben?

Da war ich sechs Jahre alt. Ich hatte da eine sehr engagierte Grundschullehrerin, die nicht lockergelassen hat, bis ich die ersten Buchstaben auf einem kleinen Täfelchen hinbekommen habe. Die erste richtige Geschichte habe ich dann mit 13 verfasst.



Welche Autoren sind deine Vorbilder?

Da gibt es einige. Aktuell bin ich ganz hin und weg von George R.R. Martin. Die Tiefe seines Weltentwurfes reicht an Tolkiens Maßstäbe heran. Eine Jahrtausende zurückreichende Historie, Familienstammbäume über viele Generationen hinweg, ein eigenes Magiesystem, Intrigen noch und nöcher – das ist schon beeindruckend.



Welches ist dein Lieblingsbuch?

Da bleibe ich doch beim Thema: das Lied von Eis und Feuer! Sobald George Martin den Schlusspunkt unter Band 11 (bzw. im Original Band 6) gesetzt hat, entreiße ich ihm das Ding und fliehe damit nach Alaska.



Welches Genre liest du am liebsten?

Fantasy! Realität gibt es ja schon in der Wirklichkeit. Ich mag es aber auch, wenn Fantasy eine Bedeutung hat, die über das Fantastische hinaus reicht. Ich nenne das Fantasy + X.



Wie geht dein Umfeld damit um, dass du schreibst?

Mein Umfeld trägt es mit Fassung.



Wo ist dein liebster Schreibplatz?

Am liebsten sitze ich beim Schreiben vor dem Computer. Ich schätze es, wenn die Buchstaben in Griffweite sind. Natürlich ist das nicht halb so schön, wie die Schriftsteller, die in einer Pariser Café schrieben und dabei Sartre trafen. Aber mal im Vertrauen: Ich glaube, die haben da auch eher Kaffee getrunken und mit ihrem Manuskript hübsche Pariserinnen beeindruckt.





Was tust du, wenn du gerade nicht schreibst?

Ich lese wie blöd: Romane, Sachbücher, Zeitungen und Comics. Und dann schaue ich mir zum Beispiel Game Of Thrones an und rege mich furchtbar auf, wenn die Folgen nicht die Qualität der Bilder in meinem Kopf beim Lesen erreicht. Und dann schaue ich trotzdem weiter, weil die Serie einfach gut gemacht ist.





Was tust du gegen eine Schreibblockade?

Keine Ahnung. Wenn ich mal eine habe, werde ich mich aufmerksam beobachten.



Deine Urban ­Fantasy-­Reihe „Die Luzifer Chroniken“ besteht aus drei Teilen. War das von Anfang an so geplant, oder sollte Teufel eigentlich ein Einzelband werden?

Die Serie war von Anfang an auf drei Teile angelegt. Allerdings wusste ich da ja noch nicht, dass sie einmal so vielen Lesern gefallen würde. Deswegen habe ich den ersten Teil so angelegt, dass die Handlung in sich abgeschlossen ist. Notfalls hätte ich es dabei bewenden lassen. Aber zum Glück ist es anders gekommen und ich konnte die ganze Trilogie schreiben.



Was genau fasziniert dich am Teufel so sehr, dass du über ihn ein Buch schreiben wolltest?

Der Teufel – und ähnliche Figuren in anderen Religionen und Kulturen – begleiten die Menschheit seit Jahrtausenden. Und während dieser langen Zeit hat Luzifer unzählige Ängste in sich aufgesogen, aber auch versteckte Wünsche. Geheimnisse, die man keinem guten Gott je anvertrauen könnte. Das macht den Teufel so schillernd und so abgründig.




Wenn man deine Bücher liest, weiß man nie so genau, ob der Teufel gerade einen perfiden Plan verfolgt, oder ob er vielleicht doch nicht so böse ist, wie man denkt. Was ist deine persönliche Meinung zu diesem Thema? Ist der Teufel böse, oder kann man ihn nicht nach dem Schema „Schwarz“ oder „Weiß“ beurteilen?

Ist Sexualmoral gut oder böse? Sie dient der Verhütung ungewollter Schwangerschaften, verhindert Geschlechtskrankheiten und sexuelle Gewalt. Aber zugleich ist sie auch für die Ausgrenzung und Herabwürdigung von Millionen Menschen verantwortlich: Unverheirateten, Vergewaltigungsopfern, Homosexuellen. 

Ist moderne Technik gut oder böse?
Sie beleuchtet unsere Wohnungen, hält uns im Winter warm und lässt uns von schlimmen Krankheiten wieder genesen. Aber zugleich schädigt sie das Klima, frisst unsere Rohstoffe auf und vergiftet die Umwelt mit Abgasen und Müll.

Der Teufel soll nun das personifizierte Böse sein. Durch und durch böse. Ich schätze, wer so viel Böses sieht, muss etwas Böses im Auge haben.





Hast du bestimmte Theologische Themen besonders recherchiert? Wenn ja, wo?

Der Luzifer­Trilogie ging eine lange Recherche voraus. Zuallererst in der Bibel. Darin steht vieles, was in den offiziellen Predigten kaum je Erwähnung findet. Spannend war auch die Auseinandersetzung mit anderen Religionen: Gibt es das Böse dort? Welche Funktion hat es in der Weltordnung? Und schließlich habe ich Erich von Däniken gelesen. Er behauptet hartnäckig, Götter und Engel seien in Wirklichkeit die kollektive Erinnerung der Menschheit an den Kontakt mit Außerirdischen. Wenn die erste Marsmission startet, bin ich gespannt, ob von Däniken sich testweise ins All schießen lässt ...



Deine Trilogie ist sehr gesellschaftskritisch. Man hat oft den Eindruck, dass die Menschheit keinen Teufel braucht, um böse zu sein. Welche Aussage hat deine Trilogie und was soll sie beim Leser bewirken?

Das Böse lauert nicht dort, wo jemand mit dickem Filzer „böse“ draufschreibt. Es lauert im Gegenteil manchmal gerade dort, wo mit Fackel und Schwert für das Gute gefochten wird. Ich hoffe, dass ein Leser am Ende der Luzifer­-Trilogie eine Vorstellung davon hat, worin wahrhaft Böses liegt.



Haben sich die Geschichte oder die Charaktere auch mal verselbstständigt oder in eine andere Richtung entwickelt, als ursprünglich geplant?

Ich plane, was ich schreibe, und schreibe, was ich plane. Was war die größte Herausforderung beim Schreiben der Trilogie? Ich habe lange überlegt, wie ich Luzifer darstelle. Und habe mich am Ende für eine Variante entschieden, von der ich annehme, dass sie der Größe und der Abgründigkeit dieses Wesens gerecht wird.



Themen rund um Religion können ab und an etwas schwierig sein. Hattest du durch deine Bücher schon einmal Probleme?

Einige wenige Leser empfinden den Umgang mit religiösen Themen als respektlos. Meine Meinung dazu ist klar: Eine religiöse Ethik, die sich der Kritik nicht mehr stellt, wird Teil des Problems, das sie bekämpfen sollte.



Was war dein schönster Moment, angefangen vom Schreiben, bis zum Veröffentlichen der Bücher?

Ich freue mich, wenn ich das Gefühl habe, dass eine Szene im Buch genauso geworden ist, wie ich sie in meiner Fantasie gesehen habe. Und natürlich gibt es den wunderbaren Moment, wenn man zum ersten Mal das fertige Werk in den Händen hält.



Welche Tipps würdest du anderen Autoren mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, ein Buch zu veröffentlichen?

1. Lies viel! Und mache es dann anders als alle Autoren, die du gelesen hast. So werden deine Ideen frischer und unverbrauchter.

2. Schreibe viel! Und schmeiße dann 50% davon weg. Niemand hat immer nur gute Ideen, schreibt immer nur gute Szenen. Verschönere das Leseerlebnis deiner Bücher, indem du kürzt.

3. Rede viel! Das schönste Buch findet nicht zum Leser, wenn du nicht darüber redest. Sei nicht aufdringlich, aber verstecke dich auch nicht.




Woran arbeitest du zurzeit?

In meiner neuen Fantasy­-Reihe Basaltblitz gehe ich einer interessanten Frage nach: Was passiert eigentlich, wenn ein kleiner Nerd über Nacht zu einem jener Superhelden wird, von denen er immer geträumt hat? Nick hat versehentlich einen Kometen gegessen. So was schmeckt gar nicht mal so schlecht, wie man denkt. Aber Vorsicht: Die Nebenwirkungen halten eine ganze Buchreihe lang an ...



Wo können deine Leser mehr über dich und deine Bücher erfahren?

Mehr von und zu mir – und einen kostenlosen Einstieg in meine Romane gibt es auf meiner Homepage: www.markustillmanns.de



Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten!

Gerne. :­)



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