[REZENSION] Götterfunke - Liebe mich nicht von Marah Woolf





„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht." Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?











Ein tolles Mädchenbuch, das die Herzen jüngerer Leserinnen höherschlagen lassen wird


Seit der Frankfurter Buchmesse habe ich sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet! Der Klappentext war ausgesprochen vielversprechend und das Cover ist einfach absolut wundervoll. Der Schutzumschlag hat einen leichten Glanzeffekt und ist ein absoluter Hingucker. Wie man am Cover und an der Zielgruppe von ab 12 Jahren erkennen kann, handelt es sich um eine süße Mädchengeschichte mit Elementen aus der griechischen Mythologie. Schon die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen und ich konnte es kaum erwarten, das Buch endlich in den Händen zu halten. Meine Erwartungen an "Götterfunke - Liebe mich nicht" von Marah Woolf waren dementsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

Eigentlich wollte Jess nichts anderes, als den Sommer mit ihren besten Freunden zu verbringen, bevor jeder seinen eigenen Weg geht und es sie in verschiedene Städte verschlägt. Jungs standen daher auf Jess´s Liste ganz weit unten, bis sie im Sommercamp auf Cayden trifft. Der gutaussehende Junge mit den grünen Augen geht ihr einfach nicht meht aus dem Kopf. Aber Cayden flirtet scheinbar wahllos mit mehr als nur einem Mädchen im Camp. Auch Jess´s beste Freundin Robyn, die eigentlich vergeben ist, gehört zu dem Kreis der Erwählten. Doch auch wenn es auf den ersten Blick anders wirkt, umgarnt Cayden die vielen Mädchen nicht zum Spaß. Er ist der Göttersohn Prometheus und hat eine Vereinbarung mit Zeus. Denn Prometheus wünscht sich nichts sehnlicher, als sterblich zu werden. Seine Aufgabe ist es, ein von Athene erwähltes Mädchen mit allen Mitteln um den Finger zu wickeln. Nur wenn dieses Mädchen ihm widerstehen kann, gewährt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch. Ohne es zu wollen befindet sich Jess kurze Zeit später in einem Spiel der Götter, das sie ihr Herz kosten könnte.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der jugendliche Schreibstil von Marah Woolf ist passend zu der jungen Zielgruppe sehr flüssig und einfach zu lesen. Man versinkt sofort in der Geschichte und möchte nicht mehr auftauchen. Die Seiten fliegen nur so dahin und das Ende ist viel zu schnell erreicht. Die Hauptprotagonistin Jess hat mir sehr gut gefallen. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen und sagt immer was sie denkt. Sie ist eine erfrischend natürliche Protagonistin, die man unheimlich schnell ins Herz schließt. Ihre beste Freundin Robyn ist das genaue Gegenteil von Jess. Robyn ist immer perfekt gestylt und weiß genau, was sie will. Als Cayden Robyn im Camp den Kopf verdreht, erkennt Jess sie kaum wieder. Die Rivalität zwischen Jess und Robyn ist immer wieder deutlich zu spüren und läuft auch nicht ganz ohne Gezicke ab. Wobei Marah Woolf dabei ein Maß gewählt hat, bei dem auch ältere Leser nicht so schnell genervt sind. Es hält sich alles in Grenzen. Cayden konnte ich am Anfang noch nicht so richtig einschätzen. Ich habe daher etwas länger gebraucht, bis ich ihn ins Herz geschlossen habe. Die restlichen Charaktere bleiben leider etwas blass. Besonders über Apoll, Athene und Leah hätte ich gerne mehr erfahren. Was mir leider nicht so gut gefallen hat ist die Tatsache, dass alle furchtbar gut aussehen und die Mädchen sich den Jungs reihenweise an den Hals werfen. Das war mir dann doch zu klischeebehaftet und zuviel des Guten, auch wenn es teilweise an der Ausstrahlung der Götter liegt. Die Geschichte wird aus Jess´s Perspektive erzählt, wodurch man sich schnell in die Protagonistin hineinversetzen kann. Zwischendurch kommt immer wieder der Götterbote Hermes zu Wort, der das Spiel der Götter beobachtet und kommentiert. Auf diese Weise entsteht ein interessanter neuer Blickwinkel auf die Geschichte.

"Götterfunke - Liebe mich nicht" ist ein schönes Jugendbuch für Leser ab 12 Jahren. Ich würde fast sagen, es ist eine Art "Percy Jackson" für Mädchen. Die griechische Mythologie spielt eine große Rolle und wurde toll mit der Geschichte von Jess verflochten. Mir hat die Grundidee richtig gut gefallen, dass ein Gott um eine Sterbliche kämpfen muss, die sich ihm nicht hingeben darf. Die Autorin hat es wirklich toll geschafft, verschiedene mythologische Elemente immer wieder in die Geschichte einfließen zu lassen. Das Ende des Reihen-Auftaktes hat es echt in sich und ich würde am liebsten sofort weiterlesen. Nun frage ich mich allerdings, wie in aller Welt ich noch bis zum zweiten Band im September warten soll.





"Götterfunke - Liebe mich nicht" von Marah Woolf ist ein rundum gelungenes Mädchenbuch, das die Herzen jüngere Leserinnen höherschlagen lassen wird. Die Idee der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und die Umsetzung ist perfekt für die junge Zielgruppe. Ich freue mich schon sehr darauf, im zweiten Band wieder in der Geschichte abtauchen zu können und zu erfahren, wie es mit Jess und Cayden weitergeht.





4 von 5 Sterne





















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Kommentare:

  1. Hey süße,

    ich fange heute mit dem Buch an und bin schon sehr gespannt, ob es mich auch begeistern kann. J Auf zu den Göttern sage ich da nur. ;)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hallo Liebes,

      ich bin auch schon sehr gespannt wie es dir gefällt! Ich hoffe so gut wie mir :)

      Liebe Grüße
      Nadine

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