SILVIA NAGELS - AUTOREN HAUTNAH ERLEBEN


Silvia Nagels - Über mich


Ich wurde 1966 in Duisburg, mitten im Ruhrgebiet geboren. Nach abgeschlossener Fachhochschulreife begann ich eine Ausbildung zur Köchin und arbeite auch heute noch in diesem Beruf. Geschrieben habe ich so lange ich denken kann, früher nur für mich, später dann auch für meine Tochter.
Seit 2004 lebe ich mit meiner Familie im Landkreis Peine in Niedersachsen. Irgendwann stellte ich mir die Frage, was geschehen würde, wenn die beschauliche Ruhe in unserem kleinen Dorf von einem Verbrechen gestört würde. Ich entwickelte die Idee, einen Regionalkrimi im Stile von Agatha Christies 'Miss Marple' zu schreiben, angereichert mit kleinen plattdeutschen Passagen.

Käthe Hansen lebt in dem kleinen Dorf Barkenholt. Sie ist verwitwet, Rentnerin, Mitte Sechzig. Käthe ist eine Mischung aus Heidi Kabel, Miss Marple und der netten Oma von nebenan. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, hat das Herz auf dem rechten Fleck, sie ist unternehmungslustig und energiegeladen. Und ihr Mundwerk muss später extra begraben
werden, sagt ihr nächster Nachbar und langjähriger Freund, der
Bauer Knut Sörensen. Knut, so um die Siebzig, findet das Leben
als Pensionär genau so langweilig wie Käthe. Gemeinsam stolpern
die beiden immer wieder über Verbrechen, die Dank Käthes
Bauchgefühl und Hartnäckigkeit aufgeklärt werden. Dabei schießt
sie ein über das andere Mal über das Ziel hinaus und muss von Knut
zurückgehalten werden.

Bereits erschienen : Käthe sucht...Geheimnisse in Barkenholt
Fertiggestellt, erscheint bald : Käthe sucht...Mörder in Barkenholt
Begonnen : Käthe sucht...Mörder am Ostseestrand





Das Buch zum Interview:  "Käthe sucht - Geheimnisse in Barkenholt"






Käthe Hansen, eine rüstige Rentnerin, lebt in Barkenholt, einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo in Norddeutschland. Genervt von dem ewigen Einerlei in ihrem Leben wünscht Käthe sich ein wenig Abwechslung. Die erhält sie unerwartet, als sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Knut eine alte Geldkassette in ihrem Garten ausbuddelt. Neugierig stellen sie und Knut Nachforschungen an, die ein streng gehütetes Familiengeheimnis aufdecken. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse und es wird gefährlich für Käthe und ihre Gefährten...




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Interviev mit Silvia Nagels


An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal ganz herzlich bei der lieben Silvia Nagels bedanken, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen hat und alle meine Fragen so ausführlich beantwortet hat!

♥♥♥ Liebe Silvia: Vielen, vielen lieben Dank ♥♥♥





Wann hast du zum ersten Mal eine Geschichte geschrieben?

In der Grundschule, das Aufsatzthema war 'Was würdest du tun, wenn du unsichtbar wärst?'. Allerdings sehe ich das für mich nicht wirklich als 'Geschichte'. Da würde ich eher ein Buch nehmen, das ich gemeinsam mit zwei Schulfreundinnen im Alter von 12 oder 13 geschrieben habe. Das war  das, was sich heute Fanfiction nennt. Wir waren begeisterte Schreckenstein-Fans und haben unser eigenes Abenteuer dazu geschrieben. Und sogar an den Fischer-Verlag geschickt. Wir bekamen es zurück, allerdings mit einer sehr lieben Absage. Beim Aufarbeiten Jahre später für meine Tochter konnte ich das sehr gut nachvollziehen.



Welche Autoren sind deine Vorbilder?

Für das, was ich mit Käthe umsetzen möchte, kann ich eigentlich Ann Granger und ihre Markby & Mitchell-Reihe nennen. Diese Krimis spielen in ländlicher Umgebung in den Cotswolds in England und ich liebe Ann Grangers Art, die Verbrechen und Ermittlungen in den Alltag einzubinden und Spannung zu schaffen, ohne brutale und blutrünstige Morde. Das versuche ich mit Käthe auch. Natürlich wird auch gesagt, dass Käthe die norddeutsche Miss Marple ist. Und wenn ich es irgendwann einmal schaffe, mich Agatha Christie anzunähern, wäre das schon klasse.



Hast du einen Lieblingsautor/-autorin?

Ich habe sehr sehr viele Autoren, die ich gerne lese, und das quer durch die verschiedensten Genre. Im Moment gehört Jim Butcher zu einem meiner Lieblingsautoren, aber auch Ann Granger, Daniel Silva, Dan Brown, David Baldacci, Marion Zimmer-Bradley, Bernard Cornwell, Terry Brooks, Ian Rankin und noch viele mehr. Oh, und natürlich mein allerallerliebster Lieblingsautor John McLane.



Welches ist dein Lieblingsbuch?

Komischerweise ist das eine sehr schwere Frage. Vor knapp 15 Jahren hätte ich dir sofort wie aus der Pistole geschossen 'Die Nebel von Avalon' gesagt. Aber mittlerweile habe ich so viele und spannende, lustige und gute Bücher gelesen, dass ich es wirklich nicht auf eines begrenzen möchte. Ich lese sehr gern die Harry Dresden-Reihe von Jim Butcher. Und natürlich Ann Granger.
Aber, und das mache ich nicht zum ersten Mal: ich möchte eine Lanze für Rosamunde Pilchers 'Muschelsucher' brechen. Schaut euch nicht die Filme an, die haben nichts mit dem Buch gemein. Lest das Buch und ihr werdet mich vielleicht verstehen. Ihre Art, alles zu beschreiben, Landschaft, Leute und Häuser ist unglaublich. Ich habe mich in Penelopes Küche verliebt, sie wird auch immer meine Traumküche bleiben.



Liest du auch privat am liebsten Krimis?

Auch, aber nicht ausschließlich, wie du schon bei den vorherigen Fragen sehen kannst. Die Inspektor Rebus-Krimis von Ian Rankin zum Beispiel lese ich  immer wieder gerne. Die skandinavischen Krimis liegen mir aber nicht, oder auch Andreas Franz mit Kommissarin Durant. Sie sind mir ehrlich gesagt, ein wenig zu hart und blutig. Ich habs da lieber wie Käthe. Aber Agatha Christie geht immer.



Wie geht dein Umfeld damit um, dass du schreibst?

Überraschend gut. Was natürlich auch daran liegt, dass mein Mann auch schreibt. Meine Tochter scheint auch ganz gut damit zurecht zu kommen, sie freut sich jedenfalls immer, wenn ich ihr erzähle, dass ich wieder eine gute Bewertung bekommen habe. Auch ist sie gespannt, zu erfahren, wie meine erste Lesung läuft. Allerdings wird sie erst im August damit konfrontiert, mit zwei nebenberuflichen Schriftstellern zusammenzuleben, da sie gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland absolviert.

Wer mich positiv überrascht hat, war meine Mutter. Sie hat als eine der ersten das Buch bekommen und nachdem ich wochenlang keine Reaktion bekommen hatte, klingelte eines abends das Telefon, weil sie mir unbedingt sofort mitteilen musste, dass sie meine Käthe klasse findet. Da war ich mächtig stolz, in dem Moment war es für mich schöner als alle 5-Sterne-Rezensionen zusammen.



Wo ist dein liebster Schreibplatz?

Ich habe nur einen Schreibplatz, meinen PC im Wohnzimmer. Ich hatte es mal mit dem Laptop versucht, aber das ist nichts für mich.



Was tust du, wenn du gerade nicht schreibst?

Lesen, lesen, lesen. Mich um unsere beiden Katzen und den Garten kümmern. Und natürlich meinem Hauptberuf als Köchin in einem Krankenhaus nachgehen.



Was tust du gegen eine Schreibblockade?

So etwas hatte ich bisher noch nicht, Gott sei Dank. Zwar gibt es Tage, wo ich einfach keine Lust zu schreiben habe, oder Kapitel, durch die ich mich wirklich gequält habe, aber sollte mich das Schreckgespenst auch einmal erwischen, dann würde ich vielleicht versuchen, mich durch etwas anderes abzulenken. Zum Beispiel mit Gedichten oder Kurzgeschichten, das mache ich auch jetzt zwischendurch immer mal wieder, wenn ich nicht an Käthe arbeite, einfach, um etwas anderes zu schreiben und den Kopf wieder frei zu bekommen.



Warst du unsicher, bevor du dein Buch „Käthe sucht“ veröffentlicht hast?

Das war schlimmer als Lampenfieber. Ich fand und finde Käthe gut, aber ich war mir nicht sicher, ob sie auch bei den Leuten ankommt. Das scheint aber der Fall zu sein, wenn ich mir so das Feedback ansehe. Trotzdem habe ich, nachdem Käthe fertig war, viele Tage gebraucht, bis ich gesagt habe: Ok, wir veröffentlichen jetzt.



Welche Tipps würdest du anderen Autoren mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, ein Buch zu veröffentlichen?

Korrigiert und lektoriert. Steht zu eurem Buch und traut euch. Durch das Selfpublishing haben die Autoren heute so viel mehr Möglichkeiten, als noch vor Jahren, als sie nur an die Verlage herantreten konnten. Und macht bitte eines auf gar keinen Fall: Verkauft euer Buch nicht unter Wert. Und macht unter gar keinen Umständen Gratisaktionen, die sind uneffektiv und schaden euch und dem Buchmarkt.



Dein Buch „Käthe sucht“ ist ein Krimi, der in Norddeutschland spielt. Was fasziniert dich so an dieser Gegend?

Ich bin 2004 aus Duisburg in die Nähe von Hannover gezogen . Als mir die Idee zu Käthe kam, waren wir in ein Dorf mit 170 Einwohnern gezogen. In diesen  kleinen Gemeinschaften ist das Leben relativ ruhig und beschaulich, eine Sache, die ich sehr mag. Und ich mag die Landschaft, viel Weite, kleine Dörfer mit alten Höfen und Fachwerkhäusern. Den trockenen Humor und die plattdeutsche Sprache. Den Kontrast zwischen Bergen und Meer, es liegt hier alles sehr nah beieinander.



Der Ort Barkenholt, in dem „Käthe sucht“ spielt, ist ein von dir erfundenes Dorf. Wie bist du darauf gekommen und nach welchen Kriterien hast du es konzeptioniert?

Ich habe mir das Dorf, in dem ich gewohnt habe, ein wenig als Vorbild genommen. Es sollte klein sein, eine enge Dorfgemeinschaft haben. Hauptsächlich aus Bauernhöfen bestehen. 

Bei der Recherche bin ich auf die Dorfform 'Runddorf' gestoßen, alte Bauernhöfe liegen kreisförmig um einen zentralen Platz. Ich dachte, das ist genau das, was du gesucht hast. Allerdings wollte ich schon, dass gewisse Institutionen im Dorf sind, daher habe ich Kirche, Polizei und den Tante Emma-Laden eingebaut. In der Regel findet sich dies nicht in Runddörfern. Aber es gibt ja zum Glück die dichterische Freiheit. Jetzt hatte ich das Dorf. Nun brauchte ich noch gewisse Dinge in der Umgebung. Ein Moor, einen See und eine größere Stadt. Auch hier hätte ich einfach fiktiv schreiben können, allerdings habe ich festgestellt, dass ich Dinge besser beschreiben kann, wenn ich sie vor Augen habe. Daher habe ich mir eine Landkarte genommen und geschaut, auf welche Gebiete meine Kriterien passen könnten. Ich machte mich ein wenig mit Oldenburg vertraut und war erstaunt, als ich sah, dass man sich an der Uni Oldenburg mit den Amerikaauswandererlisten beschäftigte. Das war für mich praktisch der Wink des Schicksals, es passte perfekt. Daher liegt Barkenholt in der Nähe von Oldenburg.



Die Protagonistin Käthe erinnert ein wenig an die unvergessliche Miss Marple. War sie ein Vorbild für Käthe?

Zu Anfang nicht, eigentlich kam das erst, als Käthe schon fertig war, und mir von Lesern gesagt wurde, sie erinnere ein wenig an Miss Marple. Ich wollte eine Person schaffen, die redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, neugierig, aber nicht auf eine aufdringliche Art. Noch ziemlich fit, deswegen habe ich sie vom Alter auch eher in den 60ern angelegt. Aber sie sollte auch ein Mensch sein, der mitfühlend, ehrlich, zupackend und bodenständig ist. Und lieb. Und natürlich musste sie ein Näschen für Dinge haben, die nicht koscher sind. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen.



Wusstest du von Anfang an, dass du einen Krimi schreiben möchtest oder hast du auch schon mal mit einem anderen Genre geliebäugelt?

Es sollte ein Krimi werden. An etwas anderes habe ich gar nicht gedacht. Aber eben ein Landhauskrimi, mit Humor und nicht blutrünstig. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass ich mich vielleicht auch mal in einem anderen Genre versuche.



Gibt es reale Vorbilder für deine Charaktere?

Hansen ist eine Kombination aus unseren Katzen.

Swantje Petersen, Käthes Freundin und Besitzerin des Tante Emma-Ladens habe ich mir wie die Schauspielerin Ulrike Bliefert vorgestellt.

Und Polizeihauptmeister Geert Feddersen ähnelt im Äußeren dem Schauspieler Udo Kroschwald.

Doch im Großen und Ganzen sind alle Personen und ihr Charakter fiktiv.



Welcher ist dein Lieblingsprotagonist aus „Käthe sucht“?

Ich liebe Käthe. Sie ist mittlerweile Teil unserer Familie geworden.

Allerdings kommt gleich danach Geert Feddersen. Wenn ich eine Szene mit ihm schreibe, blühe ich so richtig auf. Ich kann rumpoltern, mich aufregen, fluchen, was das Zeug hält. Kann aber auch richtig doof aus der Wäsche schauen. Und ich kann Käthe ab und zu auf die Finger hauen, wenn sie wieder zu weit geht.




Haben sich die Geschichte oder die Charaktere auch mal verselbstständigt oder in eine andere Richtung entwickelt, als ursprünglich geplant?

Nicht nur einmal. Käthe macht das immer besonders gern. Allerdings hat sie auch meistens Recht. Auch Feddersen hat sich im Laufe der Geschichte des Öfteren verselbständigt. Allerdings empfinde ich das grundsätzlich als positiv, das treibt die Geschichte voran.



Wie bist du bei der Konstruktion des „Falls“ vorgegangen?

Die grobe Idee am Anfang war, dass etwas gefunden wird, das auf ein Familiengeheimnis hindeutet. Da es etwas war, das vor 200 Jahren passiert ist, habe ich mich hingesetzt und Stammbäume erarbeitet. Als ich dann, mit Hilfe der Recherchen, eine grobe Idee hatte, wie sich der Fall abspielen sollte, habe ich erst alles im Kopf durchgespielt und anschließend einen groben Plot verfasst. Den Käthe allerdings des öfteren durchkreuzt hat. Im Großen und Ganzen sind wir allerdings am Ende da gelandet, wo wir hin wollten.



Hast du für diesen Krimi speziell recherchiert?

Ja. Zum einen wegen der Umgebung, zum anderen musste ich mich über Moorleichen, DNA-Analysen, Polizeiarbeit und viele andere Dinge informieren. Aber das Internet war da sehr hilfreich.  Ich habe im Anhang des Buches aufgeführt, was ich alles recherchiert habe.



Gibst du uns einen kleinen Ausblick auf den nächsten Teil der Käthe Reihe?

Käthes zweiter Fall 'Käthe sucht...Mörder in Barkenholt' ist ein wenig blutiger. Es gibt 'richtige' Leichen, Käthe und Knut ermitteln nicht nur in Barkenholt, sondern auch direkt in Oldenburg. Dort treffen sie das ein oder andere Mal mit Kommissar Waldhoff zusammen. Es wird zwei neue Bewohner in Barkenholt geben, eine kleine Liebesgeschichte nebenher und Hansen wird zum Lebensretter. Und natürlich wird es wie im ersten Fall einen großen Showdown geben, bei dem Geert Feddersen und Swantje Petersen eine Rolle spielen. Mehr möchte ich nicht verraten. Allerdings wird es wohl noch eine Weile dauern, bis der zweite Teil erscheint, da ich im Moment versuche, einen Verlag für Käthe zu finden.



Woran arbeitest du zurzeit?

Käthes drittes Abenteuer ist in Arbeit, der Plot steht, ich habe bisher 7 Kapitel geschrieben. Zur Zeit überarbeite ich allerdings die ersten beiden Fälle intensiv, da Käthe, wie gesagt, Verlagen vorgestellt werden soll.



Wie wichtig sind dir Rezensionen?

Rezensionen sind wichtig, sowohl positive als auch negative. So lange sie konstruktiv sind und nicht nur dazu dienen, unter die Gürtellinie zu gehen und etwas schlecht zu machen, weil es dem Rezensenten Spass macht. Denn nur so kann ein Autor an sich und seinen Büchern arbeiten. Wenn er Feedback von den Lesern bekommt.



Wo können deine Leser mehr über dich und deine Bücher erfahren?

Käthe und ich sind ziemlich viel unterwegs im WWW. Ihr findet uns auf:

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Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten!



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