SUSANNE LEUDERS - AUTOREN HAUTNAH ERLEBEN


Susanne Leuders - Über mich


Mit dem Schreiben fing Susanne Leuders an, als sie 2011 mit ihrer Familie für zwei Jahre nach Belgien ging und im ersten Jahr beruflich pausierte. Bisher hatte sie ihre Kreativität immer in ihrem Beruf als Grundschullehrerin und ihrem Hobby - dem Singen in Rock-, Pop-, Soul- und Jazzbands - ausleben können. Doch nachdem sie für den Auslandsaufenthalt beides zeitweilig aufgeben musste, erfüllte sie sich endlich einen langjährig gehegten Wunsch: Das Schreiben eines Romanes.

So entstand die Etenya-Saga, eine Fantasy-Trilogie für Jugendliche und junge Erwachsene, veröffentlicht vom Verlagshaus el Gato. Darüber hinaus wurden einige ihrer Kurzgeschichten für Anthologien des net-Verlags ausgewählt.





Das Buch zum Interview: "Etenya Saga: Soyala - Zeit der Wintersonnenwende"




Als die 17-jährige Olivia dem geheimnisvollen und gutaussehenden Lenno begegnet, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag. Sofort fühlt sie sich zu ihm hingezogen, wobei sie sich selbst diese unbegreifliche Anziehungskraft nicht erklären kann. Vor allem fasziniert sie der mysteriöse goldene Schimmer, der hin und wieder in seinen Augen aufleuchtet. Was es damit bloß auf sich hat? Wie zufällig laufen sich die beiden ständig über den Weg und kommen sich langsam näher. Doch Lenno zieht sich aus einem ihr unerfindlichen Grund immer wieder zurück und will letztendlich aus Olivias Leben verschwinden. Olivia versteht seine ganze Abwehrhaltung nicht, denn sie kann ganz eindeutig diese einzigartige Verbindung, die zwischen ihnen besteht, spüren.

Als könnte es nicht noch schlimmer kommen, wird sie zu allem Überfluss Opfer eines Angriffs, der fatale Folgen nach sich zieht. Ratlos und verzweifelt fordert Olivia Antworten. Die Enthüllung des Geheimnisses rückt immer näher. Noch ahnt Olivia nicht, dass dieses Geheimnis ihre Vorstellungskraft bei Weitem übersteigt und ihr ganzes Weltbild durcheinanderbringen wird. Was hat es außerdem mit dieser Prophezeiung auf sich, von der die Rede ist? Welche Rolle spielt Olivia dabei? Was hat das Schicksal, an das Olivia nie geglaubt und immer nur müde belächelt hat, für sie vorgesehen? Und was wird aus ihr und Lenno? Können sie trotz aller Hindernisse, die ihnen in den Weg gestellt werden, zusammenfinden?

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Interviev mit Susanne Leuders


An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal ganz herzlich bei der lieben Susanne Leuders bedanken, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen hat und alle meine Fragen so ausführlich beantwortet hat!

♥♥♥ Liebe Susanne: Vielen, vielen lieben Dank ♥♥♥



Erzählst du uns ein wenig von dir?

Ich möchte mich erstmal bei dir, liebe Nala, bedanken, dass du mich zu diesem Interview eingeladen hast und „Soyala“ durch die Rezension auch hier auf deinem Blog eine neue Heimat gefunden hat.

Eigentlich wollte ich schon immer einen Roman schreiben, kam aber erst 2011 dazu, als ich mit meiner Familie für zwei Jahre nach Belgien ging. Dort habe ich die Etenya Saga geschrieben, aber auch sehr viele Kurzgeschichten. Auf der Suche nach Veröffentlichungsmöglichkeiten fand ich die Selfpublisher-Plattform „Bookrix“. Dort startete ich im Januar 2012 als Newbie mit der Kurzgeschichte „Der dreizehnte Schädel“ bei einem Schreib-Wettbewerb, einer Zeitreise-Fantasygeschichte über den Weltuntergang am 21.12.2012 und einer Maya-Legende, und gewann völlig unerwartet den ersten Platz. Das hat mit sehr motiviert, mich weiter auszuprobieren.

Mittlerweile bin ich zurück in Deutschland, lebe mit meiner Familie in der Nähe von Düsseldorf und arbeite als Lehrerin an einer hiesigen Grundschule. Außerdem haben mein Mann und ich seit dem letzten Sommer eine Funk-Band gegründet, in der ich singe. Ich mag es, kreativ zu sein. Daher bin ich froh darüber, in einem kleinen Verlag zu veröffentlichen. Ich schreibe nicht nur die Bücher, sondern durfte das Cover von „Soyala“ mit aussuchen und Veränderungsvorschläge machen. Auch entschieden wir gemeinsam, wie die Reihe und die einzelnen Teile heißen sollten. Seit Band 2 der Etenya Saga gestalte ich meine Cover selbst und auch die Trailer sind von mir. Es macht mir unglaublich Spaß, mich in allen Bereichen auszuleben.



Welche Autoren haben dich besonders inspiriert?

Das ist wirklich schwer zu sagen. Zur Etenya Saga haben mich, zwei Autorinnen gebracht. Joanne K. Rowling und Stephanie Meyers. Ein dreiviertel Jahr bevor ich mit dem Schreiben begann, habe ich angefangen, meiner Tochter abends „Harry Potter“ vorzulesen. Nach den sieben Bänden war ich geflashed von der Fantasie, der Komplexität und der Wortgewaltigkeit dieser Romane. Danach bin ich durch Zufall auf die Biss-Reihe gestoßen und dachte mir: Sowas kannst du auch schreiben. Naja, und dann tat ich das....



Welches ist dein Lieblingsbuch?

Immer genau dasjenige, das ich gerade lese. Ich lasse mich sehr schnell begeistern, wenn ein Buch gut geschrieben ist und es mich auf den ersten Seiten sofort packt. Ich mag keine langen, epischen Erklärungen, dafür aber Geheimnisse, die sich langsam enthüllen und deren Lösung mich dann total umhauen, weil ich sie niemals erwartet hätte.

Beim Genre bin ich nicht sehr festgelegt. Ich lese gerne Liebesromane wie „Vom Winde verweht“, „Der Liebe sät“ oder „Zwei an einem Tag“, gerne auch ohne Happy End, Dramen oder auch spannende Science Fiction. Besonders gern mag ich aber Thriller.



„Die Etenya Saga ist ein wunderschönes High Fantasy Buch. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Einerseits war es das Gespräch mit meinem Mann an einem Aprilmorgen beim Frühstück. Er war bereits in Belgien und wir sprachen darüber, was ich dort tun könnte, wenn ich im ersten Jahr noch nicht arbeiten könnte. Er erinnerte mich daran, dass ich doch ein Buch schreiben wollte und sofort ging die Diskussion – auch mit meiner Tochter zusammen – worüber ich schreiben könnte.

Es war sehr schnell klar, dass ich eine Art Liebesgeschichte schreiben wollte, die aber nicht kitschig werden durfte. Harry Potter und die Twighlight Saga taten den Rest. Außer die beiden oben genannten Fantasy-Reihen und „Der kleine Hobbit“, hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Fantasy-Buch gelesen. Durch Zufall hatte ich die Verfilmung des ersten Teils der Biss-Reihe im Fernsehen aufgenommen. Ich mochte die unglaublich süße Liebesgeschichte zwischen Bella und Edward auf Anhieb, aber was mich noch mehr faszinierte, war die Idee der Existenz einer paralellen Vampirgesellschaft neben dem realen Alltag, der so gut wie nichts davon mitbekommt. Letzteres hat mich dann gepackt, denn genau dasselbe Element fand ich bei Harry Potter ebenfalls so faszinierend. Die Idee zu Etenya war geboren...



Wie bist du vorgegangen, als du die Welt von Etenya geschaffen hast?

Zugegebenerweise war dieser Prozess auch für mich sehr spannend. Ich hatte einfach drauflos geschrieben, war nun an dem Punkt angelangt, an dem sich Olivia und Lenno das zweite Mal trafen und er ihr seinen Namen verraten musste. Ich stoppte und mir trat der Schweiß auf die Stirn. Bisher war er immer der Fremde gewesen. Jetzt wurde es ernst! Er brauchte einen Namen! Es musste einer sein, der nicht gängig war, sich aber auch nicht zu fremdartig anhörte. Ich suchte im arabischen Sprachraum, im asiatischen, im afrikanischen und wurde schließlich im indianischen fündig. Als ich „Lenno“ las, wusste ich: Der ist perfekt. 

Nachdem ich den Namen hatte, musste Lenno etwas besonderes können. Da lag es nahe, in der indianischen Mythologie herumzustöbern. Da kam ich auf die Idee mit den Krafttieren und der Naturverbundenheit. Dieser Schritt brachte mich dann zu der Überlegung, wie Lenno denn nun leben könnte und so entstand aus der Liste indianischer Namen zunächst das Tocho-Gebiet und später ganz Etenya. Alle Namen habe eine besondere Bedeutung und alles ist so, wie es heißt. Die vier verschiedenen Völker sind aus der Idee mit den Krafttieren erwachsen, die Krafttiere Berglöwe, Bären, Wölfe und Adler leben in bestimmten Umgebungen und sind sogar verschiedenen indianischen Sprachen zugeordnet.



Gibt es reale Orte, die dich inspiriert haben?

Nein, eigendlich nicht. Obwohl... es gibt ein Youtube-Video, das ich mir angesehen, beziehungsweise angehört habe, während ich die ersten Etenya Szenen schrieb, und das hörte sich so an, wie ich Olivias ersten Eindrücke beschrieb. Und ein Foto aus dem Internet ist die Vorlage für den See, in dem Olivia und Lenno im Tenya Nahele schwimmen gehen. Alles andere ergab sich dann von allein.


                                   Inspiration für den See in Tenya Nahele                                      Copyright Wolfgang Mitschinski







Akustische Inspiration für die Welt Etenyas

 

 

Wie bist du bei der Entwicklung der Geschichte vorgegangen, Storyboard, etc.?

Ich bin eine leidenschaftliche Puzzlerin und habe die Geschichte im Grunde genau so entwickelt, wie ich ein Puzzle lege. Zuerst entsteht der Rand, danach werden markante Stellen gefüllt, bis schließlich die Lücken geschlossen werden.


Am Anfang hatte ich eine Grundidee und mehrere Szenen für den Anfang im Kopf. Ich begann, zu schreiben und war zunächst kaum zu stoppen. Die Geschichte ist einfach aus mir herausgeflossen und im Nachhinein habe ich sie zu einem Ganzen zusammengebracht. „Soyala“ habe ich gefühlt fünfzigmal überarbeitet und umgeschrieben. Der Anfang, den ich in der ersten Version hatte, existiert gar nicht mehr und die Prophezeiung war auch nicht so szenisch dargestellt.  Die Idee, sie an drei Stellen einzubinden, kam mir erst viel später. Selbst nach dem Lektorat war kein Wort mehr dort, wo es im eingereichten Manuskript gewesen ist. Nach dem dritten Durchgang habe ich Szenen herausgeschmissen und ganz neu geschrieben. Die Szenen in der Bibliothek gab es vorher gar nicht und die mit dem Referat auch nicht.

Elisabeth Hofmann, die ebenfalls im Lektorat mitgearbeitet hat, hat mich durch ihre Fragen und manche Missverständnisse erst auf einigen Szenen gebracht. Das war wirklich witzig. Ich weiß, man hätte es zeiteffizienter und strukturierter angehen können. Aber mir hat es so sehr gut gefallen und ich habe sehr viel dabei über das Schreiben gelernt. Ich war darauf angewiesen, die Geschichte immer wieder zu optimieren, daher habe ich nebenbei sehr viel über Plots, Charakterdesign, Dialoge, usw. gelernt und immer wieder nachgebessert. Ich finde, das Ergebnis zeigt, dass es sich gelohnt hat, nicht mit dem Wörtchen ENDE die Geschichte als „fertig“ zu deklarieren. Ich bin super glücklich, dass meine Verlegerin Andrea el Gato so offen für diese Veränderungen war. Sie macht im Lektorat immer einen ganzen Streifen bei mir mit..:o)



Die Hauptprotagonistin Olivia ist ein sehr sympathisches junges Mädchen. Wieviel von Olivia steckt in dir?

Mit Olivia wollte ich eine Figur erschaffen, mit der sich viele junge Frauen identifizieren können. In verschiedenen Geschichten, die ich gelesen hatte, ging es immer um „ganz normale“ Mädchen, die unglaublich schlau, attraktiv und einfach perfekt waren, aber leider nie verstanden, warum die anderen immer so neidisch auf sie waren. Das fand ich irgendwie unglaubwürdig. Ich beschreibe Olivias Aussehen bewusst nur vage, damit die Leser sich ihr individuelles Bild, vielleicht sogar ihr eigenes hinein projezieren können. Sie hat aber auch ihre Macken und ist überhaupt kein Überflieger. Sie hat ihre realen Probleme, Zweifel und Unsicherheiten. Das macht sie unglaublich authentisch.

Ich habe einmal irgendwo den Tipp gelesen, dass ein Autor über das schreiben soll, was er selbst gut kennt. Daher habe ich in Olivias Charakter natürlich sehr viel von mir selbst hineingelegt. Ich bin selbst mit geschiedenen Eltern aufgewachsen, bin nicht immer gradlinig bis zu meinem heutigen Beruf gelangt und singe auch heute noch in einer Band. Außerdem habe ich ihr meine Erfahrung gegeben, dass man etwas in der Stimme hat, das Katzen auf eine besondere Art anspricht. Ich locke sie aus jeder Ecke oder Gebüsch. :o)



Was genau macht die Faszination aus, die von dem Hauptprotagonisten Lenno ausgeht?

Es ist die Art, wie er Olivia liebt. Bedingungslos, kompromissbereit und immer darauf bedacht, dass es ihr gut dabei geht. Ich glaube, es ist eine sehr weibliche Art zu lieben, die es in der Realität bei Männern nur selten gibt und ihn zum Traumtypen macht. Vorallem in der Kombination eines attraktiven, männlichen Äußeren. Obwohl er da ja auch nicht unbedingt dem gängigen Typen entspricht, von dem man sonst so liest. Meine Vermutung geht sogar soweit, dass Lenno so faszinierend ist, weil man sich schnell mit Olivia identifizieren kann und ihn mit ihren Augen sieht. Da kann man Lenno nur toll finden, oder?? :o)



Gibt es reale Vorbilder für die Protagonisten in deinem Buch?

Teilweise aber nicht komplett. Mit Tatjana habe ich beispielsweise einer Mitschülerin aus der Oberstufe ein kleines Denkmal gesetzt, die kurz nach dem Abitur bei einem Unfall gestorben ist. Die hatte auch diese Lebenslust und die kichernden Locken. Ansonsten sind sie fast alle fiktiv. Für etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen übernehme ich keine Haftung... falls sie existieren sollten, ist es reiner Zufall.. ;o)



Wie bist du auf die Idee mit dem „Markieren“ gekommen?

Oh, das ist eine gute Frage. Als Lenno das erste Mal darüber nachdachte, Olivia mit nach Etenya zu nehmen, brauchte ich etwas ganz Besonderes, das er aufs Spiel setzen musste. Etwas, was ihm unglaublich viel bedeutet und dessen Eintauschen auch erhebliche Konsequenzen haben musste. Da gab es nur seine Position. In dem Moment, in dem er Olivia markierte, bekam sie ein Anrecht darauf, Anführerin seines Volkes zu sein. Darüber hinaus musste es etwas sein, was sie nachweisen konnte und ihr keiner mehr nehmen konnte. Durch die tierische Komponente kam ich dann auf das eigentliche Ritual. Es musste ja etwas sein, das auch in der Tierwelt durchführbar und sichtbar sein konnte. Daher der Biss. Die Bezeichnung „Markierung“ lag bei Katzen eigendlich nur nahe.



Wenn du die Möglichkeit hättest, nach Etenya zu reisen, was würdest du dort tun?

Ein Familientreffen der Tochos wäre toll... Aber zuerst würde ich in einem der vielen Seen baden wollen, eine Nacht auf Wapi Zaltana verbringen, mir anschließend einen Paco domestizieren, danach nach Taimas Enola gehen, um mit Nova eine spannende Zeit zu verbringen, und Abedadun möchte ich kennenlernen... das alles ergibt natürlich nur einen Sinn, wenn man auch Band 2 und 3 gelesen hat. ;o)



Etenya ist ein wunderschöner Name. Wie bist du darauf gekommen?

Etenia ist ein indianischer Frauenname und heißt „reich“, im Sinne von „wohlhabend“. Ich habe einfach das i gegen ein y eingetauscht und fand den Namen sehr passend, denn einerseits ist es ein weiblicher Name (Mutter Erde) und andererseits ist derjenige, dem der Zugang zu dieser Welt gewährt wird, reich im Herzen. Das Leben ist dort auf das Ursprüngliche reduziert und dies reicht absolut aus, um glücklich und zufrieden zu sein.



Wer durfte dein Buch als erstes lesen?

Mein Mann hat die allererste Version gelesen. Sie ging ungefähr bis zur Mitte des zweiten Teils und hieß „Nur sechs Tage“. In der Natur tun sich Berglöwenmännchen zur Parungszeit nur maximal sechs Tage mit einem Weibchen zusammen, danach sind sie dieselben Einzelgänger wie vorher...



Dein Cover ist einfach wundervoll! Magst du uns verraten, wer das gezaubert hat?

Das Cover ist von Casandra Krammer. Sie hat auch noch andere Cover aus unserem Verlag gestaltet, wie das vom ersten Band der „Kriegssinfonie“, „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ und „Cor de Rosas Tochter“.



Gibt es einen Tipp, den du anderen Autoren geben kannst, die mit dem Gedanken spielen, ihr Buch von einem Verlag veröffentlichen zu lassen?

Im Internet und in verschiedenen Foren bekommt man unendlich viele Tipps, worauf man achten sollte, wenn man einem Verlag ein Manuskript anbietet. Die meisten Verlage beschreiben auf ihren Webseiten genau, was sie an Unterlagen möchten, wie das Exposé aussehen soll und auf welchem Weg man alles einreichen soll. Ebenso liest man überall, dass man sich über das Programm des jeweiligen Verlags informieren sollte, um zu überprüfen, ob das eigene Buch überhaupt zu diesem Verlag passt. 


Ein Tipp hatte mir selbst ein wenig gefehlt, denn trotz meiner Recherche war ich auf eine Sache nicht so richtig vorbereitet. Sobald man einem Verlag sein Manuskript anbietet, wird es zu einem Produkt, das irgendwann vermarktet werden soll. Es wird zu einem Projekt, das die besten Erbenisse erzielen soll. Es werden Dinge kritisiert, die man selbst mag, die aber vielleicht nicht markttauglich sind. Da muss man genau wissen, was man will und ein gutes Gespür für sich selbst entwickeln. Manchem Veränderungsvorschlag, den ich bis aufs Blut abgelehnt habe, musste ich später nachgeben, und es war sehr gut so, denn es hat den Text aufgewertet. Allerdings gab es auch Formulierungen, die ich bis zum Schluss verteidigt habe und das war genauso wichtig und gut für den Text. Je nach Verlag und Art des Lektorats kann das sehr nervenaufreibend sein. Man muss sich einfach bei jeder Veränderung des Textes klarmachen, dass es kein Verlust, sondern ein Gewinn sein sollte, um das Buch noch besser zu machen. Dann ist man ganz gut auf das vorbereitet, was einen erwarten kann... Ich kann da aber nur als Kleinverlagsautorin sprechen. Es ist alles sehr familiär. Wie es in einem großen Verlag ist, kann ich nicht wirklich beurteilen.



Arbeitest du gerade an einem neuen Projekt?

Ja. Anfang Juni beginnt das Lektorat zu meinem ersten Thriller. Sein Titel heißt „Game over“. Darauf freue ich mich riesig, denn ich hatte jetzt eine kleine Pause und beruflich einiges zu stemmen. Es geht um Freundschaft, um Liebe, Macht und emotionale Kälte … und um ein Spiel, bei dem es um mehr geht, als nur darum, die Langeweile zu töten. Meine Protagonistin Amy ist eine wirklich taffe, junge Frau, die extrem rebellisch ist und ihren Weg im Leben noch finden muss. In ihrem letzten Schuljahr passieren unglaublich viele Dnge in ihrem Leben, die sie ziemlich aus der Spur bringen. Ich mag auch sie wieder sehr. Sie ist ganz anders als Olivia, aber ich finde, sie ist dennoch durch ihre Zweifel, Unsicherheiten und Fehler genauso sympatisch und einfach ein toller Charakter. 

Ansonsten habe ich einige Ideen in meiner Schublade und aktuell entwickelt sich gerade eine tolle Idee zu einem weiteren Fantasy-Abenteuer. Ich habe in den vergangenen 13 Monate 3 Lektorate und ebenso viele Veröffentlichungen hinter mich gebracht. Im Oktober kommt das vierte Buch heraus. 2016 habe ich mir zum Schreiben frei genommen. Ich denke, da lauern einige spannende Geschichten in mir, die aufgeschrieben werden wollen ...



Mehr über Susanne Leuders erfahrt Ihr unter:


Amazon Susanne Leuders Homepage / Verlagshaus El Gato

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